Besuch der Krippenausstellung in Renningen, 10.01.2017

In einem mit 33 Teilnehmerinnen gut besetzten Bus starteten wir am Dienstag, dem 10. Januar, bei eisigen Temperaturen zu unserem Halbtagesausflug nach Malmsheim.

Unser Ziel war die dortige Krippenausstellung, die heuer zum 37.Mal von der Franz Pitztal Stiftung in der Martinuskirche veranstaltet wurde und sich in der Zwischenzeit einiger Berühmtheit erfreuen darf.

Die Ausstellung steht jedes Jahr unter einem anderen Motto.

In diesem Jahr des 500.Reformationsjubiläums heißt dieses „Ein feste Burg ist unser Gott“ , was als besondere Reminiszenz an die Ökumene verstanden werden darf. Ist dies doch eine Textzeile aus dem berühmtesten Lied Martin Luthers. Die Kirche jedoch ist katholisch, der Gründer der Krippenstiftung der katholische Pfarrer Franz Pitztal.

Krippenszene Musiker
Musiker Foto: K. Rosswog

Zur Krippe gehören etwa 600 Figuren, die von der 2001 verstorbenen Frau Hildegard Buchhalter angefertigt wurden. Diese etwa 50 cm großen Figuren drücken eine besondere Lebensnähe aus, da sie in ihrer Anordnung jeweils Szenen aus dem alltäglichen Leben darstellen.

Krippenszene
Krippenszene Foto: K.Rosswog

Beim Betreten des riesigen Kirchenbaus bot sich uns ein beeindruckendes Bild. Ein riesiger sternenübersäter Nachthimmel wölbte sich über dem Chor. An den Wänden, hoch über den Aufbauten, waren detailgetreu sämtliche Bischofstädte Deutschlands mit dem Namensteil –burg abgebildet, passende zum Thema.

Rundumlaufend, entlang der Wände hatten eifrige Kulissenbauer mit viel Phantasie und handwerklichem Können verschiedene Stadttürme baden- württembergischer Städte originalgetreu nachgebildet. Unter anderem entdeckten wir den oberen Torturm Markgröningens und das Stadttor Bietigheims. Vor, auf und in den verbindenden Stadtmauern waren die Figurengruppen aufgebaut. Bei näherer Betrachtung konnte man ein ganzes Menschenleben durchwandern, beginnend mit der Geburt, weiter über Schulanfang, Hochzeit, Arbeitswelt bis hin zum Lebensabend und endend beim letzten Sakrament in einem Sterbezimmer.

Der Eingangsbereich war jedoch ganz dem Leben des heiligen Martin gewidmet dem späteren Bischof von Tours. Die Mantelteilung war ebenso zu sehen, wie die Gründung des ersten Klosters, der Verrat durch die Gänse, bis hin zur Überführung des toten Bischofs flussaufwärts der Loire .

Eine besondere Ehre wurde uns zuteil als der umtriebige und ausgesprochen charismatische Stifter, Pfarrer Pitztal persönlich mit einer Besuchergruppe die Kirche betrat und auch uns an seinen Ausführungen zur Krippe teilhaben ließ.

Ein spontanes gemeinsames Gebet beendete auch schon die Zeit unseres Aufenthaltes, denn der Bus wartetete schon.

Bei einem gemeinsamen Mittagessen im Gasthaus Sonne in Tiefenbronn wurden auch unsere weltlichen Bedürfnisse befriedigt und so konnten wir gesättigt unsere Heimfahrt durch die verschneite Landschaft antreten. Superpünktlich kamen wir wohlbehalten um 15 Uhr in Unterriexingen an.